Ethik

Freiheit ist kategorische Selbstgesetzgebung aus reiner Vernunft: Immanuel Kant

Ethik 2019-02-20T17:36:32+00:00

Ethik und Ethiken. Geschichtssystematischer Überblick

Die verschiedenen Richtungen der Ethik geben unterschiedliche Antworten auf die Frage, (i) wie der Mensch (ii) in welchen Situationen handeln soll. Vor allem aber begründen sie ihre Antworten unterschiedlich.

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Antike Ethik. Tugend und Glück (Platon, Aristoteles)

Vom Tragödiendichter Aischylos (525-456 v.Chr.) beeinflusst, gingen Sokrates und Platon davon aus, das jeder Mensch von Geburt an ‘ – verfügt: Über einen ‚vernünftigen‘, einen ‚begehrenden‘ und einen ‚muthaften‘ (ereifernden) Seelenanteil. Ein Mensch könne glücklich sein, wenn er jeden dieser drei Bereiche gebührend berücksichtigt, angeleitet nämlich vom obersten Seelenanteil, der Vernunft

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Epikurismus

Die Epikureer argumentierten gegen Platon und Aristoteles, dass die moralische und rechtliche Gesellschaftsordnung keineswegs aus einer vorgegebenen Vernunft- und Naturordnung, sondern lediglich aus zwischenmenschlichen Vereinbarungen resultiere, aufbauend auf rationale Abwägungen und willkürliche Interessen.

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Utilitarismus

Der Utilitarismus misst den moralischen Wert menschlichen Handelns an einem außermoralischen Maßstab: Handlungen sind moralisch gut, wenn sie die Lust vermehren und die Unlust verringern.

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Kontraktualismus

Der moderne Kontraktualismus ist Teil der Pflicht- bzw. Willensethik: Gut zu sein ist keine Eigenschaft einer Handlung oder deren Folgen, sondern der Absichten und des Willens der Handelnden.

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Immanuel Kant

Kant geht davon aus, dass der Mensch immer und überall frei und selbstbestimmt handeln können muss. Er müsse sein Wollen, so nennt es Kant, nach einem Gesetz bzw. nach der (inneren) ‚Kausalität der Freiheit‘ selbst bestimmen können. Kant gibt solch menschlicher Selbstbestimmung den Namen Autonomie, das ihr entsprechende Gesetz nennt er ‚Kategorischer Imperativ‘.

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Gegenwartsethiken

Im 20. Jahrhundert haben Ethiker/innen versucht, auf die neuen Herausforderungen menschliches Leben und Handeln neue Antworten und Hilfsstellungen zu geben. Diesen neuen Ethiken lassen sich gut einbinden in die Einteilung der verschiedenen traditionellen Ethiken. Denn eher ziel- und verantwortungsorientiert sind die Verantwortungsethik von Hans Jonas und der Präferenzenutilitarismus von Peter Singer, hingegen sind die Diskursethik von Hans Apel und Jürgen Habermas und die Gerechtigkeitsethik (‚Gerechtigkeit als Fairness‘) von John Rawls eher rechts- und pflichtenorientiert.

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Martha Nussbaum

Martha Nussbaum (geb. 1947) versucht, im Rückgriff auf die aristotelische Tradition des ‚guten Lebens‘ Antworten zu geben auf die großen moralischen Herausforderungen der Gegenwart.

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