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Wissenschaft 2017-06-21T15:16:33+00:00

Wissenschaft

Wissenschaftliche Sätze unterscheiden sich von nicht-wissenschaftlichen Sätzen darin, methodisch kontrolliert und wahrheitswertig zu sein, also vollständig und schlüssig zu argumentieren . Wie diese methodische kontrollierte Formulierung von Sätzen beschaffen sein muss, hängt von der Art der jeweiligen Wissenschaft ab und wird in einer eigenen Wissenschaftsdisziplin untersucht, in der Wissenschaftsmethodik. Diese ist ihrerseits ein Teilgebiet der Wissenschaftstheorie.

Das Gebot methodischer Kontrolle impliziert die Forderung an wissenschaftliches Tun, (zumindest auf Nachfrage) angeben zu können, unter welchen Bedingungen bzw. unter Eintreffen welcher Ereignisse die Behauptungen, die von einer Wissenschaft aufgestellt wurden, als unwahr/falsch zu gelten hätten. Gute Wissenschaft kennt und nennt also die Falsifikationsbedingungen ihrer Sätze/Urteile.

Mit der Bindung des (wissenschaftlichen) Denkens an methodische Selbstkontrolle darf nicht verwechselt werden die Bindung an formale Vorgaben des Schreibens, des Vortragens oder der Drucklegung von  (wissenschaftlichen) Texten. Die Entscheidung, wie zB auf Literaturquellen (in Fuß-/Endnoten oder in Klammerausdrücken) zu verweisen und welche Seiten- oder übrigen Textformatierungen etc. zu verwenden sind, folgt eher Handhabungs- und Nützlichkeitserwägungen oder den Vorgaben der akademische Institutionen (Universitäten) und Verlage.

Die Fähigkeit methodisch kontrollierter, also rechtfertigungsfähiger Textproduktion ist eine Basisqualifikation demokratischer Vergesellschaftung. Denn in dieser folgt das willensgeleitete und politisch verantwortete Handeln und Entscheiden dem (je besseren) Argument, muss also ebenfalls kontrollierbar sein und sich rechtfertigen können. Hingegen verweigert sich der – gerade im schulischen Kontext – oftmals in selbstverständliche Evidenz gesetzte Lobgesang von Erfahrung und Praxis der Überprüfungs- und Rechtfertigungspflicht der eigenen Behauptungen und der öffentlich-demokratischen Kontrolle. Damit wird, zumal wenn dieser Lobgesang auf Seiten der Lehrer/innen ergebt, das eigene Handeln und Sprechen gleichsam sakrosankt gesetzt, wird die Stimulation und Förderung selbstbestimmten Lebens (der Schüler/innen) durch die Machtpraxis formaler Rollenkompetenz (der Lehrer/innen) konterkariert, dominiert und negiert.

Theologie

Die Theologie ist eine Wissenschaft: Sie nennt zwingende Vernunftgründe (‚rationes necessariae‘) und nutzt keine biblischen Autoritäten (’sine scriptura‘): Anselm von Canterbury

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Philosophie

Absolute Autonomie – Autonomie des Absoluten: Von Platon über Kant zu Hegel

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Ethik

Freiheit ist kategorische Selbstgesetzgebung aus reiner Vernunft: Immanuel Kant

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Postphilosophie

Der Mensch als Mensch ist Erfahrung-Bewusstsein – Er kann und muss durch einen Bruch hindurch die Kontinuität erreichen und ihr zugleich entgehen: Geores Bataille

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